{"id":413,"date":"2013-09-16T12:17:14","date_gmt":"2013-09-16T10:17:14","guid":{"rendered":"http:\/\/www.jugend-bewegt-europa.de\/cms2\/?page_id=413"},"modified":"2013-09-16T12:17:14","modified_gmt":"2013-09-16T10:17:14","slug":"osteuropa-in-bewegung-in-torun-2006","status":"publish","type":"page","link":"http:\/\/www.jugend-bewegt-europa.de\/cms2\/projekte\/2006-2\/osteuropa-in-bewegung\/osteuropa-in-bewegung-in-torun-2006\/","title":{"rendered":"&#8222;Osteuropa in Bewegung&#8220; in Torun, 2006"},"content":{"rendered":"<h1>&#8222;Osteuropa in Bewegung&#8220; in Torun, 2006<\/h1>\n<p>von Natascha Ivanova, Berlin<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Das war eine tolle Zeit mit Euch in Polen liebe Agnieszka, Andrej, Miriam, Adam, Sabina, Alicja, Renata, Natalia, Dmytro, Yevheniya, Viktoriya, Anne, Lydia und Robert!<\/p>\n<p>Ich freue mich sehr, dass ich Euch alle kennenlernt habe und dass ich am Seminar teilgenommen habe.<\/p>\n<p>F\u00fcr mich war es die erste Reise nach Polen in meinem Leben. Sie begann spannend, wie es mir oft bei der Einreise in ein fremdes Land passiert. Die polnischen Grenzbeamten waren ziemlich irritiert von einem russischen M\u00e4dchen, das auf ihre Fragen auf Russisch (Respekt!) stur auf Polnisch geantwortet hat. Ein M\u00e4dchen aus Kasachstan mit zwei Visa: eines f\u00fcr Deutschland und eines f\u00fcr Polen. &#8222;Was m\u00f6chten Sie denn in Polen?&#8220; fragten sich die M\u00e4nner mit dem Helm auf dem Kopf. Klare Antwort: zu unserem Jugendseminar.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" title=\"L\u00e4nderabend\" alt=\"L\u00e4nderabend\" src=\"http:\/\/www.jugend-bewegt-europa.de\/cms\/images\/stories\/bewegung\/natascha1.jpg\" width=\"200\" height=\"146\" align=\"right\" border=\"0\" hspace=\"10\" vspace=\"5\" \/> Nachdem sich ihre Irritationen wieder halbwegs gelegt hatten, gaben sie mir meinen Pass zur\u00fcck und w\u00fcnschten mir eine gute Weiterfahrt. Etwa f\u00fcnf Stunden sp\u00e4ter kam, nachdem ich noch in Poznan umgestiegen war, in Torun an. Torun ist eine sch\u00f6ne Stadt, die mich positiv \u00fcberrascht hat. Jeden Tag schien die Sonne, immer blauer Himmel und die Altstadt ist wundersch\u00f6n: empfehlenswert!<\/p>\n<p>Insgesamt 15 junge Leute aus 3 L\u00e4ndern waren das, die an einem Thema interessiert sind: Migration. Alle haben sich auf den Weg nach Polen gemacht. F\u00fcr die ukrainische Gruppe war es eine ganz lange Reise, aber sie haben sie gut \u00fcberstanden. Es war eine interessante Gruppe und ich m\u00f6chte sie gerne vorstellen: Ich fange mit der Ukraine an. Der Organisator von der ukrainischen Seite war Andrej, der meistens in der Rolle des &#8222;Paparazzi&#8220; war und deswegen selten auf den Fotos zu sehen ist. Andrej ist Softwareentwickler und Kollegiat am Theodor-Heuss-Kolleg. Dmytro ist ein neuer Gucci, da bin ich fest von \u00fcberzeugt. Er ist Student aus Poltawa, ein talentierter junger Modedesingner, der bereits in der Ukraine bekannt ist, gut Deutsch kann und Kollegiat am Theodor-Heuss-Kolleg war. Yevheniya ist eine zuk\u00fcnftige Deutschlehrerin. Sie ist ein sehr nettes und ein sehr mutiges M\u00e4dchen. Sie war eine der Studenten aus der kleinen Stadt Sumy, die zu Fu\u00df nach Kiew gegangen sind, um dort die orangene Revolution zu unterst\u00fctzen. Natalia wird \u00c4rztin. Sie hat aber schon immer eine Affinit\u00e4t f\u00fcr Deutschland gehabt und pflegt und entwickelt ihre Deutschkenntnisse. Viktoria studiert zur Zeit in Chemnitz, sieht ihre Zukunft jedoch in der Ukraine.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" title=\"Alle auf einmal\" alt=\"Alle auf einmal\" src=\"http:\/\/www.jugend-bewegt-europa.de\/cms\/images\/stories\/bewegung\/natascha3.jpg\" width=\"200\" height=\"130\" align=\"left\" border=\"0\" hspace=\"10\" vspace=\"5\" \/>Im Gespr\u00e4ch mit den Studenten aus Polen konnte ich meine Polnischkenntnisse ein\u00fcben. Heraus kam eine zum Teil lustige Mischung aus Russisch und Polnisch. Es ging aber bestens und war immer lustig: mit Renata, einem klugen M\u00e4dchen, das Germanistik studiert und das ein sehr stark entwickeltes Heimatgef\u00fchl hat, mit Agnieszka, Organisatorin der polnischen Seite, die in Torun studiert und sich viel M\u00fche gegeben hat, dass das Seminar auch so l\u00e4uft, wie sie sich das vorgestellt hat. Ich freue mich, dass sie im n\u00e4chsten Semester an meiner Universit\u00e4t in Potsdam studieren wird! Bis bald, Agnieszka! Adam ist ein sehr interessanter junger Mann. Er studiert in Warschau, spricht perfekt Russisch und Deutsch und h\u00e4lt Deutschland f\u00fcr seine zweite Heimat, weil er dort eine lange Zeit verbracht hat und sich dort wohl f\u00fchlt. Alicja studiert Jura in Torun und hat einen deutschen Nachnamen, weil ihr Opa ein Deutscher war. Sabina ist noch sehr jung, bereitet gerade ihr Abitur vor und \u00fcberlegt gerade, was sie werden m\u00f6chte und studieren will. Viel Erfolg!<\/p>\n<p>Zu der deutschen Gruppe geh\u00f6rten die kritische Anne aus Leipzig, Lydia, die gerade in Torun ihr Auslandssemester absolviert, Robert, der immer gut drauf und am l\u00e4cheln war und ich, eine Russin aus Kasachstan, die aber seit drei Jahren in Berlin lebt und in Potsdam studiert.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" title=\"Zwei von drei Organisatoren\" alt=\"Zwei von drei Organisatoren\" src=\"http:\/\/www.jugend-bewegt-europa.de\/cms\/images\/stories\/bewegung\/natascha2.jpg\" width=\"200\" height=\"153\" align=\"right\" border=\"0\" hspace=\"10\" vspace=\"5\" \/> Die Organisatorin von der deutschen Seite war Miriam, die ich von der Vereinsversammlung der &#8222;Jugend bewegt Europa&#8220; kenne und die in Chemnitz studiert.<\/p>\n<p>Die Organisatoren des Seminars waren einfallsreich &#8211; Spiele, Workups, unendlich viele Ideen und unersch\u00f6pfliche Kreativit\u00e4t. Und es ging immer um Fragen der Migration in unseren drei L\u00e4ndern Deutschland, Polen und Ukraine. Es wurde ein Vertreter einer NGO eingeladen, um \u00fcber die Situation in Polen zu berichten.<\/p>\n<p>Sch\u00f6n und sehr lustig war der Abschiedsabend in der Kneipe, wo sich Anne und Robert recht spannende Spiele ausgedacht haben, sowie das wilde Tanzen in der Jugenddiskothek, wo der Mix aus der polnischen Ska-Musik einfach nur super war.<\/p>\n<p>Ein Wiedersehen ist bereit besprochen worden &#8211; Renata hat vorgeschlagen, dass wir uns an der Ostsee treffen. Ich hoffe, das Wiedersehen findet wirklich statt. Bis bald, ihr Lieben!<\/p>\n<p>Fazit: Wir haben Vorteile und Nachteile der Migration in Torun besprochen und durchdiskutiert. Kurz nach meiner R\u00fcckkehr nach Berlin, als die Eindr\u00fccke vom Seminar noch ganz frisch waren, fuhr ich in einer Stra\u00dfenbahn durch die Stadt und empfand das Gef\u00fchl des absoluten Gl\u00fcckes: Ich fahre durch die kleinen Stra\u00dfen in Berlin-Prenzlauer Berg, die Stra\u00dfenbahn klingelte fr\u00f6hlich, die Sonne blinzelte in die Fenster rein. Und ich, eine russische Studentin, fahre zu meinem Praktikumsplatz, an dem ich osteurop\u00e4ischen Berufseinsteigern behilflich sein kann, ihre Berufschancen zu verbessern. Ist es kein Grund zufrieden zu sein? Doch, ich bin zufrieden, f\u00fchle mich n\u00fctzlich und ich bin zu Hause. Und das ist gut so, wie der Berliner B\u00fcrgermeister mal sagte.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&#8222;Osteuropa in Bewegung&#8220; in Torun, 2006 von Natascha Ivanova, Berlin &nbsp; Das war eine tolle Zeit mit Euch in Polen liebe Agnieszka, Andrej, Miriam, Adam, Sabina, Alicja, Renata, Natalia, Dmytro, Yevheniya, Viktoriya, Anne, Lydia und Robert! Ich freue mich sehr, dass ich Euch alle kennenlernt habe und dass ich am Seminar teilgenommen habe. 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